Sanierung & Modernisierung

Sanierung & Modernisierung – Der komplette Leitfaden für Deutschland 2026

10. Februar 2026 Redaktion ca. 13 Minuten Lesezeit
Haus sanieren und modernisieren 2026

Eine gut geplante Sanierung oder Modernisierung kann den Energieverbrauch um 60–80 % senken, den Wohnkomfort massiv steigern und den Immobilienwert deutlich erhöhen. Gleichzeitig gibt es 2026 sehr attraktive Förderungen – aber auch strenge gesetzliche Pflichten.

Dieser Leitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, worauf es wirklich ankommt – speziell für Deutschland 2026.

1. Wann muss ich sanieren? – Die wichtigsten Pflichten 2026

  • GEG § 72–74: Bei Verkauf oder Neuvermietung muss mindestens Effizienzhaus-Standard 70 erreicht werden (Ausnahmen bei Denkmalschutz)
  • Heizungstausch-Pflicht: Ab 2026/27 muss in den meisten Fällen eine mindestens 65 % erneuerbare Energien Heizung eingebaut werden
  • Dach- & Fassadendämmung: Bei Erneuerung > 10 % der Fläche muss auf GEG-Niveau nachgedämmt werden
  • Fenster: Bei Austausch von > 20 % der Fensterfläche muss U-Wert ≤ 1,3 W/(m²K) erreicht werden

2. Die attraktivsten Förderprogramme 2026 (Stand Februar)

Programm Max. Zuschuss Tilgungszuschuss Kredit Ziel
BEG EM (Einzelmaßnahmen) bis 30 % (max. 60.000 €) Fenster, Dämmung, Heizung
BEG WG (Komplettsanierung Effizienzhaus) bis 45 % (max. 120.000 €) bis 45 % Effizienzhaus 40–55
KfW 261/262 (Komplettsanierung) bis 45 % sehr günstiger Kredit
Steuerbonus (§ 35c EStG) 20 % über 3 Jahre Handwerker- & Materialkosten

3. Typischer Sanierungs-Ablauf – die besten Reihenfolgen

  1. Bestandsaufnahme & Energieberatung (KfW-gefördert, oft 80 % Zuschuss)
  2. Heizungstausch + Lüftungskonzept (meist größte Einsparung)
  3. Dachdämmung + Dachfenster
  4. Fassade / Außenwanddämmung
  5. Fenster & Haustür
  6. PV-Anlage + Batteriespeicher + Wallbox

Goldene Regel 2026

Immer zuerst die Hülle (Dämmung + Fenster) → dann die Heizung. Wer zuerst die Heizung tauscht und später dämmt, zahlt meist unnötig viel.

4. Typische Kosten – grobe Orientierung 2026

  • Dachdämmung + Neueindeckung: 180–320 €/m²
  • WDVS-Fassade (Dämmung + Putz): 140–240 €/m²
  • 3-fach-Verglasung + Einbau: 650–1.100 €/Element
  • Luft-Wasser-Wärmepumpe (8–12 kW): 22.000–38.000 €
  • PV-Anlage 10 kWp + Speicher: 18.000–28.000 €
  • Komplettsanierung EFH auf EH 40: 1.200–2.200 €/m² BGF

5. Die größten Fehler – und wie Sie sie vermeiden

  • Keine Energieberatung vorher → Förderung wird verweigert oder falsch dimensioniert
  • Billig-Fenster ohne fachgerechten Einbau → Wärmebrücken & Schimmel
  • Heizkörper statt Flächenheizung bei Wärmepumpe → sehr hoher Stromverbrauch
  • Keine Luftdichtigkeitsebene → bis zu 40 % mehr Lüftungswärmeverlust
  • Keine hydraulische Einregulierung → ungleichmäßige Wärmeverteilung

Fazit – Sanierung 2026 lohnt sich mehr denn je

Mit den aktuellen Förderungen, steigenden Energiepreisen und den neuen Pflichten ist 2026 eines der besten Jahre für eine Sanierung. Wer jetzt richtig plant, spart langfristig Tausende Euro und steigert den Immobilienwert deutlich.

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